Geschäfts­bericht 2023

Geschäftsentwicklung

Die rhenag hat sich mit Blick auf die weiterhin sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen 2023 operativ gut geschlagen. Einmal mehr hat sich ihr breit abgestütztes Geschäftsmodell mit den drei Standbeinen „Energiegeschäft“, „Beteiligungsgeschäft“ und „Dienstleistungsgeschäft“ als robust erwiesen.

2023 war dabei nicht nur das dritte Krisenjahr in Folge, in dessen Verlauf die durch Corona und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ausgelösten Verwerfungen auf den Energiemärkten bewältigt werden mussten.

Es war gleichzeitig auch das Jahr, in dem die rhenag mit dem offiziellen Start der Rheinlandkooperation einen ihrer größten Wachstumsschübe in der jüngeren Unternehmensgeschichte erfahren hat. Im Zuge der Rheinlandkooperation haben die beiden rhenag-Gesellschafterinnen RheinEnergie AG und Westenergie AG ihren Beteiligungsbesitz neu strukturiert und 14 Beteiligungsgesellschaften auf die rhenag übertragen. Damit gehört die rhenag seit 2023 bundesweit zu einem der größten kommunalen Beteiligungsnetzwerke.

Im Energiegeschäft sorgte die milde Witterung und der ab Mitte des Jahres wieder anziehende Wettbewerb beim Hauptumsatzträger Gas für Absatzrückgänge. Ein echter Einbruch konnte aufgrund der nach wie vor hohen Kundenbindung im Stammgebiet und ausbleibender Forderungsausfälle jedoch verhindert werden.

Das Ergebnis im Beteiligungsgeschäft hat sich aufgrund der Zugänge der neuen Beteiligungsgesellschaften mehr als verdoppelt und wird zur ertragsstärksten Sparte der rhenag.

Das Dienstleistungsgeschäft profitierte 2023 sowohl von dem hohen Kooperationsbedarf der Stadtwerke als auch von der intensivierten Nachfrage aus dem gewachsenen Beteiligungsnetzwerk.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 71,2 Mio. € (Vorjahr 41,9 Mio. €). Nach Steuern erwirtschaftete die rhenag 2023 einen Jahresüberschuss von 55,1 Mio. € (Vorjahr 32,6 Mio. €).