Geschäfts­bericht 2023

Geschäftstätigkeit und Strategie

Die rhenag Rheinische Energie AG – 1872 in Köln gegründet – zählt zu den traditionsreichsten deutschen Energieversorgern.

Ihr Markenkern ist die Kooperation mit Stadtwerken sowie kleineren und mittleren Energieversorgungsunternehmen, an denen rhenag entweder Anteile hält (Beteiligungsgeschäft) oder mit denen sie im Rahmen von Dienstleistungsverträgen zusammenarbeitet (Dienstleistungsgeschäft).

Nachdem die rhenag-Gesellschafter RheinEnergie AG und Westenergie AG im Zuge der Rheinlandkooperation 2023 zahlreiche kommunale Beteiligungsgesellschaften unter dem Dach der rhenag gebündelt haben, gehört rhenag mit über 30 energiewirtschaftlichen Beteiligungen zu einem der größten EVU-Netzwerke Deutschlands. 

Das zweite Standbein der Stadtwerke-Kooperationen ist das Dienstleistungsgeschäft. Hier unterstützt rhenag bundesweit über 200 Stadtwerke und kommunale EVU im gesamten Spektrum der energiewirtschaftlichen Tätigkeiten.   

In ihrem eigenen Versorgungsgebiet, das sich von der rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Region bis ins nördliche Rheinland-Pfalz erstreckt, ist rhenag der Vor-Ort-Versorger in den Sparten Strom, Gas und Wasser für über 100.000 Kunden. Neben der unmittelbaren Energieversorgung bietet rhenag in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität moderne Energiedienstleistungen und Elektromobilitätslösungen für eine sektorübergreifende Energiewende in ihrer Region.

Über ihre beiden 100%igen Netztöchter Rhein-Sieg Netz GmbH und Westerwald-Netz GmbH betreibt rhenag darüber hinaus eine moderne energiewirtschaftliche Infrastruktur, die ihren Konzessionskommunen eine hohe Versorgungssicherheit garantiert, die lokale Energiewende auf den netztechnischen Themenfeldern vorantreibt und sie im Standortwettbewerb stärkt.

Die rhenag betreibt ihre drei Geschäftsfelder „Beteiligungsgeschäft“, „Dienstleistungsgeschäft“ und „Energiegeschäft“ nicht unabhängig voneinander, sondern eng miteinander verzahnt. Sie vernetzt die in der gesamten rhenag-Gruppe vorhandenen Kompetenzen, so dass die jeweiligen Ressourcen und Schlüsselkompetenzen bestmöglich für die Lösung der zahlreichen und immer komplexer werdenden Aufgaben genutzt werden.

Die strategische Zielsetzung ist es, kommunale Energieversorger für die vor uns liegende Energie- und Wärmewende zu stärken. Unser Fokus liegt dabei auf der regionalen Ebene, unsere Zielgruppen sind die Stadtwerke als die zentralen Akteure einer insbesondere auf lokaler Ebene umzusetzenden Energie- und Wärmewende.

Die Energiekrise und der fortschreitende Klimawandel haben 2023 den politischen Druck zur Dekarbonisierung der Energieversorgung erhöht (Gebäudeenergiegesetz, Wärmeplanungsgesetz). Immer weniger Energieversorger können diese Anforderungen noch eigenständig erfüllen, die Nachfrage nach Kooperationen ist damit auch 2023 gestiegen. Diese Entwicklung hat unsere Strategie, als Kooperationspartner vor alle kleinerer und mittlere EVU weiter zu wachsen, bestätigt.