Geschäfts­bericht 2023

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel. Hierzu geben wir nachstehend ergänzende Einzelerläuterungen.
 

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Es handelt sich im Wesentlichen um entgeltlich erworbene EDV-Software mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren.

Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten umfassen die gesetzlichen Pflichtbestandteile gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen des abnutzbaren beweglichen Sachanlagevermögens basieren auf den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Sie wurden bis 31. Dezember 2007 nach der degressiven Methode vorgenommen, soweit dies steuerlich zulässig war. Hierbei wurde in Abhängigkeit vom Anschaffungszeitpunkt der steuerlich höchstzulässige Abschreibungssatz zugrunde gelegt. Sobald die lineare Methode zu höheren Abschreibungen führte, wurde auf die lineare Abschreibungsmethode umgestellt.

Zugänge seit dem 1. Januar 2008 werden ausschließlich linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Entfällt der ursprüngliche Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung, so erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeführten Buchwert. Geringwertige Anlagegüter bis einschließlich 250,00 € (bis 31. Dezember 2017: bis einschließlich 150,00 €) werden im Zugangsjahr in voller Höhe im Aufwand erfasst. Für abnutzbare bewegliche Anlagegüter, deren Wert 250,00 € (bis 31. Dezember 2017: 150,00 €), aber nicht 1.000,00 € übersteigt, wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst wird.

Den planmäßigen Abschreibungen werden, bezogen auf den überwiegenden Anteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
 

 Nutzungsdauer
Gebäude

25 – 50 Jahre

Wassernetze

30 Jahre

Hardware

3 Jahre

 

Durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz sind die umgekehrte Maßgeblichkeit sowie die entsprechenden handelsrechtlichen Öffnungsklauseln aufgehoben worden. Es wird das Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB in Anspruch genommen, die im Handelsrecht bis 2007 aufgrund von steuerlichen Vorschriften gebildeten Wertansätze fortzuführen.

 

Finanzanlagen

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Ausleihungen und unverzinslich gewährte Wohnungsbaudarlehen sind zum Nominalwert bilanziert. Das Finanzanlagevermögen – Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zusammengenommen – hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um 411.847 T€ – im Wesentlichen aufgrund einer Sacheinlage von Beteiligungen der RheinEnergie AG und Westenergie AG, die Gegenstand einer Sachkapitalerhöhung im Rahmen der Rheinlandkooperation (RLK) ist – erhöht; die Zugänge (411.923 T€) und Abgänge (76 T€) resultieren aus

Einlagegegenständen der Westenergie im Rahmen der Sachkapitalerhöhung (RLK):

  • Geschäftsanteil an der BEW Netze GmbH Wipperfürth mit Sitz in Wipperfürth und einem Einbringungsbuchwert von 6.929 T€.
  • Geschäftsanteil an der Stadtwerke Ratingen GmbH mit Sitz in Ratingen und einem Einbringungsbuchwert von 25.700 T€.
  • Geschäftsanteil an der Stadtwerke Langenfeld GmbH mit Sitz in Langenfeld und einem Einbringungsbuchwert von 11.166 T€.
  • Kommanditanteil an der e-regio GmbH & Co. KG mit Sitz in Euskirchen und einem Einbringungsbuchwert von 24.748 T€.
  • Geschäftsanteile an der Stadtwerke Haan GmbH mit Sitz in Wuppertal und einem Einbringungsbuchwert von 8.251 T€.


Einlagegegenständen der RheinEnergie im Rahmen der Sachkapitalerhöhung (RLK):

  • Geschäftsanteile an der AggerEnergie GmbH mit Sitz in Gummersbach und einem Einbringungsbuchwert von 136.773 T€.
  • Geschäftsanteil an der GVG Rhein-Erft GmbH mit Sitz in Hürth und einem Einbringungsbuchwert von 87.674 T€.
  • Kommanditanteil an der StromNetz Bornheim GmbH & Co. KG mit Sitz in Bornheim und einem Buchwert von 4.575 T€.
  • Geschäftsanteile an der evd energieversorgung dormagen gmbH mit Sitz in Dormagen und einem Einbringungsbuchwert von 30.170 T€.
  • Kommanditanteil an der Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG mit Sitz in Lohmar und einem Einbringungsbuchwert von 8.227 T€.
  • Geschäftsanteil an der Stadtwerke Lohmar Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Lohmar und einem Einbringungsbuchwert von 15 T€.
  • Geschäftsanteile an der Stadtwerke Pulheim GmbH mit Sitz in Pulheim und einem Einbringungsbuchwert von 2.877 T€.
  • Geschäftsanteile an der Stadtwerke Sankt Augustin GmbH mit Sitz in Sankt Augustin und einem Einbringungsbuchwert von 6.053 T€.
  • Geschäftsanteile an der Stadtwerke Troisdorf GmbH mit Sitz in Troisdorf und einem Buchwert von 41.881 T€.


Darüber hinaus sind weitere Veränderungen im Finanzanlagevermögen erfolgt:

  • Aufstockung der Haft- und Pflichteinlagen als Kommanditistin der Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG, Bonn, (rhenag-Anteil 5,1 %) in Höhe von 300 T€.
  • Der Stammeinlage als Gesellschafter der rheNEO GmbH, Schwarzenbach am Wald, (rhenag-Anteil 50,0 %) in Höhe von 313 T€.
  • Der Stammeinlage als Gesellschafter der Elektro Klaus GmbH, Waldbröl, (rhenag-Anteil 100,0 %) in Höhe von 1.725 T€.
  • Der Einlagenrückgewähr zwecks weiterem Liquiditätsabbau entsprechend der Beteiligungsquote (rhenag-Anteil 3,9 %) bei der GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Troisdorf, in Höhe von 76 T€.
     

Die weiteren Veränderungen im Finanzanlagevermögen betreffen neben der Auszahlung und Tilgung von zinslosen Wohnungsbaudarlehen an Belegschaftsangehörige die Auszahlungen und Tilgungen von Gesellschafterdarlehen.